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| ER marktinfo

Weizen: Russland dreht an der Preisschraube

Am Montag starteten die Weizennotierungen an der Matif im Seitwärtsgang in die Woche. Die wirklich großen Preisbewegungen fielen aus. Das begründete sich aus der Vorgeschichte.

Für die Weizennotierungen ging es abwärts zum Ende der vorigen Woche. Das hat den europäischen Markt genauso betroffen, wie die US-Börsen. An der Chicagoer Terminbörse fand nach dem Kurseinbruch von der Vorwoche am Montag ebenfalls eine leichte Stabilisierung statt.

Der Handel im positiven Bereich der Marktzone bedeutet aber noch keine Erholung für die Weizenkurse. Denn jetzt kommt es darauf an, aus welcher Ecke kommen die Impulse. Einerseits gerieten die Kurse durch ausreichende Niederschläge in Europa unter Druck und doch die großen Niederschläge in den USA in den östlichen und südlichen Plains.

Billiger russischer Weizen drückt auf den Markt

Direktes Druckpotenzial wurde aus dem Handel heraus aufgebaut. Die Rally am Weizenmarkt verlief nach unten, als der Weizentender für Ägypten für Preise unter 200 USD/t beliefert wurde. Das war der niedrigste Einkaufspreis den die ägyptischen Käufer seit mehreren Jahren erzielen konnten. Der Weizen kam hauptsächlich aus Russland. Sowohl EU-Herkünfte wie nordamerikanischer Weizen war nicht wettbewerbsfähig gegen die russischen Offerten.

Durch diese Abschlüsse mit Ägypten sind die Weizenpreise nahe dem günstigsten Niveau für Futtergetreide angelangt und haben jetzt gleichzeitig das Potenzial die Maispreise unter Druck zu setzen. Man könnte sich vorstellen, dass auch China auf diesem Preisniveau zum Käufer von russischem Weizen wird als Substitut für Sorghum und Gerste in den Futtermischungen, ebenfalls regt sich in Korea Kaufinteresse für russischen Weizen als Substitut für Mais.

An der Chicagoer Börse hat Weizen seine Prämie gegenüber dem Mais inzwischen verloren. Dahinter stand der Preisdruck durch die russischen Weizenverkäufe und die besseren Wetteraussichten in den USA.

Weizen könnte Mais aus den Futtermischungen verdrängen

Wenn die günstigen Verkaufsangebote aus Russland anhalten und auf dem fob-Preisniveau von Mais angeboten werden, dann stehen dem russischen Weizen alle Tore offen in die Futtertröge, weil Weizen dann als Futtergetreide preislich richtig interessant wird und in Geflügelrationen einen stärkeren Einzug nehmen könnte.

Die Entwicklung ist unter diesen neuen Gegebenheiten nicht ganz einfach einzuschätzen. Das US-Agrarministerium hat zwar in seinem jüngsten Bericht eine höhere Weizenversorgung angekündigt. Jetzt kommt viel Ware aus Russland auf den Markt, bis die nächste Exportregelung greift. Die Wetterrisiken sind noch nicht überstanden und die Verarbeiter schieben noch Deckungslücken vor sich her.

Preisrückgänge vor der Ernte lassen die Käufer in der Regel ganz entspannt abwarten, wie weit die Kurse noch fallen werden. Die Entscheidung Vorkontrakte abzuschließen ist bei den Landwirten hierzulande noch immer unterentwickelt. Denn die Landwirte trauen der Wetterentwicklung nicht und kommen deshalb mit Ihren Mengen nicht an den Markt.

agt