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| ER marktinfo

Kartoffeln: Verspätete Vegetation kann Perspektiven bringen

Am Kartoffelterminmarkt sind die Umsätze gestiegen, jedoch gibt das Preisniveau weiter nach.

Der Frontmonat April15 wurde an der Frankfurter Eurex um 20 Cents niedriger gehandelt mit 3,20 EUR/100 kg, der Kontrakt Juni15 gab 10 cts nach auf 4,40 EUR/100 kg. Ein Grund liegt im Rückgang des Eurex-Index um 20 Cent auf 3,00 EUR/100 kg. Die Notierungen lagen im Einzelnen bei: Deutschland 3,83 EUR (Vorwoche 3,88 EUR); Niederlande 3,28 EUR (Vorwoche 3,84 EUR);  Frankreich 2,50 EUR (Vorwoche 2,50 EUR); Belgien 2,50 EUR (Vorwoche 2,50 EUR).

Der Abgabedruck auf der Erzeugerstufe steigt weiter an mit den steigenden Temperaturen und den guten Pflanzbedingungen. Für die Verarbeiter läuft der Pommes Frites Absatz hervorragend und kontinuierlich. Die Auslastung der Werke ist bis in die neue Saison gesichert, kommentiert der Handel. Der gute Absatz und die verspätete Vegetation könnten den Frühkartoffelanbauern wiederum positive Perspektiven eröffnen.

Belgien meldet im Vergleich zum Vorjahr höhere Verarbeitungszahlen mit  3,8 Mio. t, das bedeutet ein Plus von 6,9%. Davon fielen 1,4 Mio. t auf Pommes Frites. Im Jahr 1990 lag die Verarbeitung in Belgien noch bei 500.000 t.

Speisemarkt nimmt Anlauf auf Frühkartoffeln

Der Speisekartoffelmarkt lebt weiter von der Hand in den Mund. Der Export von Speisekartoffeln läuft mässig und die Stimmung im Lebensmittelhandel (LEH) ist flau. Im LEH erobern seit Ostern importierte Speisefrühkartoffeln die Plätze im Regal. Aldi Nord ist als erste Kette eingestiegen mit neuer Ware und hat schnell hohe Zuwächse bei den Absatzraten erreicht. Um Ostern hatte der Absatz von ägyptischen Speisefrühkartoffeln bereits einen Anteil von 40 % erreicht, Tendenz steigend. Preisanhebungen für hiesige Ware sind kaum noch durchsetzbar. Es drängen auch immer noch größere Mengen aus französischen Kistenkühllägern auf den hiesigen Markt.

Keine frühe Bioware verfügbar

Am Biomarkt könnten sich hingegen Engpässe abzeichnen bei der Versorgung mit Speisefrühkartoffeln. Normalerweise hätte Bioware aus Ägypten jetzt Hochsaison im hiesigen LEH. 15.000 Tonnen ägyptische Speisefrühkartoffeln aus dem Bioanbau sind aus dem Verkehr gezogen worden und für die konventionelle Vermarktung abgewertet, weil die Ware mit Phosphonsäure belastet war.
Phosphonsäure ist ein Düngemittel mit fungizider Wirkung. Es ist in Deutschland im biologischen Weinbau aufgrund  einer Sonderzulassung erlaubt, bei biologisch angebauten Kartoffeln aber ein absolutes Tabu.
Damit fehlen im Biosegment wichtige und entscheidende Mengen zum Saisoneinstieg mit Frühkartoffeln. Es sieht so aus, als würde der deutsche Markt bis Mitte Mai ohne Knollen aus Bioanbau dastehen. Bis auf wenige Ausnahmen sucht der Lebensmittelhandel hektisch nach Ersatz. agt