Ertrags- und Nährstoffmonitoring auf bayerischen Grünlandflächen

Foto: Bedenik

Ziel des Teilprojekts „Ertrags-und Nährstoffmonitoring auf bayerischen Grünlandflächen“ ist es, im Rahmen des Klimaprogrammes Bayern 2020 „Bioenergie für Bayern“, auf Praxisflächen bei allen Aufwüchsen mittels genau definierter Schnittproben die Frisch- und Trockenmasse-Erträge, sowie deren Nährstoffgehalte zu erheben. Zusätzlich werden betriebs- und schlagspezifische Parameter sowie Bodendaten erhoben.

Auf 120 ausgewählten Flächen wurden bayernweit von 2009 bis Ende 2011 Erträge und Mineralstoffgehalte aller Aufwüchse mit Hilfe von Schnittproben gemessen und die jährlichen Trockenmasseerträge und Nährstoffabfuhren errechnet. Das Projekt wurde nach erfolgreicher Durchführung für die Jahre 2012 bis 2014 um 30 Flächen erweitert. Die Daten fließen in eine Biomasse- und Nährstoffdatenbank der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ein und werden am Institut für Agrarökologie, Ökologischen Landbau und Bodenschutz ausgewertet.

Die Erträge und Nährstoffentzüge der beprobten Praxisflächen sollen in Abhängigkeit von deren Nutzungsintensität, Pflanzenbestandszusammensetzung und Boden-Klima-Räumen quantifiziert werden. Die Betreuung der bayernweit verteilten Flächen übernehmen 20 Probenehmer des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e.V. Die Probenehmer stehen in engen Kontakt mit den Landwirten, da diese 2-3 Tage vor der Ernte die Probenehmer informieren müssen, um die Schnittproben (7x1m² pro Schlag, Abgrenzung der Fläche durch tragbare Rahmen, Schnitt mit elektrischer Rasenkantenschere mit Höhenbegrenzung, Schnitthöhe 5- 6 cm, Schnittzeitpunkt vor der Beerntung des Schlages) rechtzeitig durchzuführen.

Aus den 7 Teilproben werden anschließend vor Ort zwei Mischproben gebildet. Die 1. Mischprobe (mind. 1000 g) wird für die TS-Bestimmung in einem Trockenschrank getrocknet und anschließend gewogen. Die 2. Mischprobe (mind. 500 g) wird umgehend für die Qualitätsanalyse in ungetrocknetem Zustand in das Labor geschickt und untersucht. Beide Ergebnisse gehen beim LKP ein und werden dort erfasst.

Ebenso werden produktionstechnische Maßnahmen, die im Laufe des Jahres auf den Versuchsflächen stattfinden, dokumentiert und festgehalten. Die bisherigen Ergebnisse und Auswertungen haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Nutzungsintensität, Trockenmasse- und Nährstoffgehalten gibt.
Das Projekt wurde am 31.12.2014 abgeschlossen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse werden zeitnah bekannt gegeben.